Die Deutsche Bundesbahn DB entschloß sich in den 1950er Jahren, die Rentabilität auf den stilllegungsbedrohten Nebenbahnen zu steigern.
Voraussetzung dafür war die Beschaffung von möglichst billigen Triebwagen. Bauteile von Straßenbussen sollten maßgeblich dafür sorgen, die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten niedrig zu halten. Um dieses Projekt zu realisieren, entwickelte die DB in Zusammenarbeit mit der Waggonfabrik Uerdingen zunächst ein Konzept, im Sommer 1950 erfolgte die Lieferung der Prototypen. Einheitliches Merkmal war der Achsabstand von 4.500 mm und eine Länge von 10.250 mm.
Nach erfolgreicher Erprobungsphase wurden von 1952 bis 1955 insgesamt 557 Triebwagen und 563 Beiwagen bei verschiedenen Herstellern beschafft. Ab 1968 erhielten sie die Baureihenbezeichnung 795 (Motorwagen) bzw. 995 (motorlose Beiwagen). Ausgerüstet waren sie mit einem Motor des Typs Büssing U9 mit 81 kW und einer Scharfenbergkupplung. 1983 wurden die letzten Vertreter dieses Typs abgestellt.
Im harten Alltagsbetrieb erwies sich die einmotorige Variante teilweise als zu schwach.
Deshalb lieferte die Waggonbaufabrik Uerdingen drei Prototypen mit zwei 96 kW Motoren als VT 98 901 bis 903.
Nach erfolgreichem Probebetrieb folgten zwischen 1955 und 1962:
Abweichend wurden diese Fahrzeuge mit der üblichen Zug- und Stoßeinrichtung ausgeliefert. Damit waren sie mit allen anderen Reisezug- und Güterwagen und Loks kuppelbar.
2001 wurde der letzte Schienenbus bei der Deutschen Bahn AG abgestellt. Zahlreiche Exemplare sind aber weiterhin bei Privat- und Museumsbahnen im ganzen Bundesgebiet aber auch im Ausland im Einsatz.
Lokschuppen Gerolstein
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